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Badewanne erden: Alles über den Potentialausgleich

Erdung bedeutet, elektrische Ströme in den Erdboden umzuleiten. Dies dient der Sicherheit und beugt Unfällen durch Elektrizität vor. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der angeschlossene Föhn, der in die Wanne fällt und so einen Tod durch Stromschlag herbeiführt. Dieses typische Krimi-Szenario ist alles andere als abwegig. Kommt ein elektronisches Gerät mit dem Wasser in Kontakt, unterbindet der Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schalter genannt, den Stromfluss augenblicklich. Besteht eine schlechte Erdverbindung, kann sich dieser nicht aktivieren. In diesem Fall leitet das Wasser den Strom zu den Abflussrohren weiter und es entsteht eine Stromstärke von 100 Milliampere. Bereits die Hälfte davon kann gefährliche Herzrhythmusstörungen oder Tod durch Herzstillstand zur Folge haben. Gibt es jedoch eine gute Erdverbindung, sollte im Idealfall der FI-Schalter einen Kurzschluss erzeugen und den Stromfluss unterbrechen. Ein Restrisiko besteht allerdings in jedem Fall. Die Erdung bei einer Badewanne durchzuführen, gilt daher als umstritten.

Was bedeutet Erdung?

Die Bedeutung dieser Maßnahme können Sie bereits aus dem Begriff ableiten: Es geht darum, eine Verbindung zur Erde herzustellen. Das Leiten von Energie in den Erdboden schränkt Gefahren durch Überspannungen und elektrische Felder ein. Das erfordert einen Erdleiter mit mindestens 16m² Cu. Ohne Erdung ist kein Potentialausgleich möglich.

Definition Potentialausgleich

Der Potentialausgleich beschreibt eine leitfähige Verbindung, welche elektrische Potentiale minimiert. Nach dem Deutschen Institut für Normung ist in den Vorgaben zum Errichten von Niederspannungsanlagen festgeschrieben, einen Hauptpotentialausgleich in jedem Haushalt durchzuführen. Potentialausgleichsleiter mit 6mm² Cu und eine Potentialausgleichsschiene im Hausanschlussraum stellen Verbindungen zum Hauptschutzleiter, der Haupterdungsleiter, dem Hauptwasserrohr, dem Hauptgasrohr, anderen Rohrsystemen sowie der Fernmeldeanlage her.

Ein zusätzlicher örtlicher Potentialausgleich durch Potentialausgleichsleiter mit 4 mm² Cu ist bei Räumen erforderlich, von denen aufgrund ihrer Umgebungsbedingungen eine höhere elektrische Gefahr ausgeht. Davon eingeschlossen sind unter anderem Badezimmer.

Die aktuelle gesetzliche Lage

Es ist nicht mehr verpflichtend, in den Potentialausgleich leitende Bade- oder Duschwannen miteinzubeziehen. Das hat der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., kurz DVE, vor einigen Jahren entschieden. Der Verband vereint in seiner Funktion die Normung, Produktprüfung und Wissenschaft. Nach seinem Beschluss müssen Sie Sanitärobjekte aus elektrisch leitendem Material nicht mehr per Vorschrift durch eine Erdung sichern. Allerdings ist auch die Wasserleitung leitfähig. Daher sollten Sie diese beim Potentialausgleich miteinbeziehen, wodurch das Risiko von Unfällen mit Elektrizität sinkt. Deswegen schätzen Experten die Erdung von Badewannen weiterhin als sinnvolle Maßnahme zum eigenen Schutz ein.

Übrigens: Gesetzlich vorgeschrieben ist seit 1984 die Installation eines RCDs (Residual Current Protective Device), beziehungsweise FI- oder Fehlerstrom-Schutzschalters. Zudem ist in jedem Gebäude die Durchführung eines Hauptpotentialausgleichs erforderlich.

Bei welchem Material ist eine Erdung ratsam?

Badewannen aus nicht-leitfähigen Stoffen leiten den Strom nicht über das Wasser durch den menschlichen Körper, sofern die Variante keine gute Erdverbindung hat. Andernfalls löst der FI-Schalter aus. Die allgemeine Sicherheit ist also höher. Zu diesen Modellen zählen zum Beispiel eine Eckbadewanne oder Rechteck-Badewanne aus Acryl, Beton, Mineralguss oder Glas,

Eine freistehende Badewanne aus Metall wie Kupfer, Gusseisen oder Stahl wirkt edel und dekadent. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass der FI-Schalter den Stromkreislauf nicht unterbricht, wenn ein elektronisches Gerät mit dem Wasser in der Wanne in Kontakt kommt, wesentlich höher. In diesem Fall ist eine fachgerechte Erdung ratsam.

Weitere Gründe, die Wanne zu erden

Wie oben beschrieben, ist die Installation eines FI-Schalters gesetzlich vorgeschrieben. Davon ausgenommen ist Altbestand. Besitzen Sie eine Altbauwohnung, ist diese Sicherheitsmaßnahme oftmals nicht integriert. Da alte Gebäude manchmal dem Bestandsschutz unterliegen, sind sie mitunter von der gesetzlichen Verpflichtung entbunden. Umso sinnvoller ist es, zusätzliche Methoden zum persönlichen Schutz zu verwenden.

Wichtig: Auch Bauteile, die mit den Sanitärobjekten verbunden sind, können leitfähig sein. Durch metallische Rohre kann ein Stromkreislauf entstehen, wenn ein elektrisches Gerät ins Wasser fällt.

Prüfen Sie, ob die Badewanne geerdet ist

Bevor Sie Maßnahmen zur Erdung durchführen, sollten Sie überprüfen, ob diese bereits geerdet ist. Dazu benötigen Sie ein Ohmmeter. Dieses Gerät kann den Widerstand in einem elektrischen Kreislauf messen. Setzen Sie dazu die eine Sonde an eine freie Fläche des Modells an und die andere an der Wasserleitung oder dem Schutzleiter. In trockenen Räumen sollte der gemessene Widerstand weniger als 100 Ohm betragen. Die Richtwerte für nasse Umgebung können abweichen. Eine richtige Messung und das genaue Interpretieren der Werte erfordern allerdings fachmännische Kenntnisse. Daher ist es ratsam, einen Experten hinzuzuziehen.

Eine Erdung durchführen

Die Durchführung einer Erdung erfordert eine Erdungs- oder Anschlussklemme, die Sie mit dem passenden Anschlussstück an der Wanne verbinden. Danach stecken Sie ein Erdleiterkabel durch die Öse der Klemme und ziehen diese mit einem Schraubenzieher fest. Verbinden Sie nun das Kabel mit dem Potentialausgleichsleiter mit mindestens 4mm² Cu und dem Schutzleiter.

ACHTUNG: Überlassen Sie die Erdung dem Fachmann! Elektroinstallateure verfügen über das notwendige Fachwissen. Da es um Maßnahmen zur Sicherheit geht, sollten Sie diese nicht selbst in die Hand nehmen, sofern Sie nicht die berufliche Expertise dazu besitzen.

Eine Frage der Sicherheit

Ob Sie Ihre Wanne erden, liegt in Ihrem eigenen Ermessen. Gesetzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet. Ein moderner Haushalt beinhaltet viele elektrische Geräte, aber verfügt auch über umfassende Schutzmaßnahmen, um elektronische Potenziale zu minimieren. Die Höhe des Risikos hängt von der Erdverbindung ab. Eine Erdung erhöht die Sicherheit, sie sollten diese jedoch einem Fachmann überlassen. Bei Unklarheiten und weiteren Fragen kontaktieren Sie uns unter der E-Mail-Adresse info@calmwaters.de.

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