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Von Flachspüler bis Tiefspüler – die Bauformen der Toilette

Gut vorbereitet für den Toilettenkauf

Flachspüler, spülrandlos, Dusch-WC,Stand-WC, Raumspar-Toilette oder wandhängende Keramik - beim Kauf der Toilette fallen viele Begriffe zur Bauform. Dank all der Fachbegriffe schwebt schnell ein großes Fragezeichen über den Köpfen vieler Kunden – kein Wunder, schließlich gehört der Toilettenkauf nicht zur alltäglichen Routine. Damit Sie beim Kauf bestens vorbereitet sind, erfahren Sie im Ratgeber alles rund um die Bauarten des WCs.

Flachspüler versus Tiefspüler

„Möchten Sie einen Flachspüler oder einen Tiefspüler?“ Eine Frage, die beim Kauf schnell für Verwirrung sorgt. Jeder hat davon irgendwann mal gehört, meist während der Suche nach einem neuen Modell. Doch den Unterschied kennen wenige. Die Bezeichnungen beziehen sich auf die innere Bauform der Toilette, auf die äußere Beschaffenheit gehen wir im Verlauf des Textes ein.

Ein Flachspüler-WC ist heutzutage selten anzutreffen. Es besitzt im Inneren eine Art Stufe, der Abfluss befindet sich durch die Form oftmals ein Stück weit von der Wand weg. Bei diesem Modell fallen Ausscheidungen nicht direkt in das Wasser, sondern landen zuerst auf dem Vorsprung. Dies hat den Vorteil, dass keine Wasserspritzer an die Haut gelangen. Auch die Entnahme einer Stuhlprobe für eine medizinische Kontrolle ist möglich. Bis zum Spülen des WCs können jedoch Gerüche entstehen, zudem kommt es durch den Zwischenstopp schneller zu Bremsstreifen auf der Keramik.

Moderner und weiter verbreitet dagegen sind Tiefspüler. Hier fehlt die Stufe und Exkremente gelangen direkt in den Abfluss, wo sie das Wasser umschließt. Dies mindert die Geruchsbildung sowie die Entstehung von Rückständen. Fallen die Hinterlassenschaften in den Abfluss, spritzen wohlmöglich kleine Wassertropfen an die Haut. Darüber hinaus erschwert es die Entnahme einer medizinischen Probe.

Bodenstehende Toilette

Der Klassiker: Die Standtoilette

Wer kennt es nicht, das bodenstehende WC? Als Klassiker war es früher weit verbreitet, heutzutage weicht es langsam der modernen, wandhängenden Variante. Lediglich in Altbauten gehört es aufgrund der dortigen Rohrsituation noch zum festen Inventar. Stand-WCs besitzen entweder einen senkrechten oder einen waagerechten Abgang, sprich die Modelle eignen sich für ein Abflussrohr in der Wand oder für eines im Boden. Der große Vorteil des stehenden Objektes ist die Montage, welche Sie problemlos selbst übernehmen können. Aufstellen, die Rohre verbinden und auf dem Boden befestigen – fertig!

Durch den Fuß besitzt das Produkt einen festen Stand, den eine Befestigung im Boden verstärkt und der vielen Belastungen trotzt. Ob hohes Gewicht oder leichte Ruckler, ein stehendes Klosett lässt sich nicht so leicht erschüttern. Die Pflege gestaltet sich jedoch ein stückweit aufwändiger: Schmutz lagert sich gerne im Raum zwischen Fuß und Fliesenboden, diesen zu entfernen ist äußerst mühselig. Durch die sichtbaren Rohre entstehen Flächen, an denen sich kleine Staubkörner sammeln und zusätzlichen Pflegeaufwand verursachen.

Eine gängige Kombination im Badezimmer bilden Standtoilette und Wandspülkasten. Dieser Spülkasten besteht in der Regel aus Kunststoff und hängt ein Stück hinter der Toilette an der Wand. Andere Varianten sind WC-Kombis, bei welchen ein Aufsatz-Spülkasten aus Keramik auf der Schüssel sitzt. Diese erhalten Sie im praktischen Set. Eine schöne Optik bilden Sie mit einem in der Wand eingelassenen Spülkasten.

Hänge-WC

Das moderne Wand-WC

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei dem Hänge-WC um eine wandhängende Keramik. Solch eine Variation sieht modern und elegant aus, zugleich wirkt das Bad durch den entstandenen Freiraum größer – ideal für kleine Badezimmer oder Gäste-Toiletten. Ein weiterer Vorteil: Die Reinigung des Klosetts selbst sowie der darunter liegenden Fliesen gestaltet sich leichter als bei dem stehenden Modell. Aufgrund der fehlenden Kanten und Zwischenräume können Sie die Oberflächen gründlich abwischen, dabei gelangen Sie an so ziemlich jeden Schmutzrand. Sogar beim Wischen erfahren Sie den positiven Aspekt der Bauform: Mühelos gleitet der Wischer unter die Schüssel und hinterlässt ohne viel Aufwand einen hygienischen Boden. Mehr zur Pflege erfahren Sie im Artikel zur Reinigung der Toilette.

Einen Nachteil bietet der Einbau der hängenden Variante, da vorab die Installation eines Montageelements nötig ist. An diesem Element hängt später das WC, zudem verschwindet dahinter der Unterputz-Spülkasten. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und Hilfe ist der Bau einer Vorwandinstallation durch Hobby-Handwerker umzusetzen. Allerdings sollte der Abfluss waagerecht verlaufen. War im Badezimmer zuvor eine stehende Variante verbaut, ist ein Umbau des Rohrsystems von Nöten. Handwerker-Laien sollten hier die Finger von lassen und die Arbeit lieber an einen Profi übergeben, um Schäden an den Rohren zu vermeiden.

Pflege-Highlight: Spülrandlose Keramiken

Sie haben genug vom lästigen Schrubben unter dem Spülrand der Toilette? Und der Blick unter den Rand ist Ihnen schon seit längerem ein Gräuel? Dann wäre wohl ein spülrandloses WC eine willkommene Produktalternative.

Dieses Modell verzichtet auf den Hohlraum an den äußeren Seiten der Keramik, dies erleichtert die Reinigung ungemein! Sie benötigen keine Zahnbürste mehr, um unter die Einfassung zu gelangen. Und auf die spezielle Toilettenbürste mit Fortsatz können Sie getrost verzichten. Durch das Fehlen verborgener oder schwer erreichbarer Stellen können sich Bakterien und Ablagerungen nicht ungehindert ausbreiten. Denn der gesamte Bereich ist einsehbar, sodass Sie schmutzige Stellen direkt entfernen können. Aus diesem Grund sind solche Exemplare häufig in öffentlichen Räumen anzutreffen, da sie das Infektionsrisiko möglichst gering halten.

Für die Pflege genügt bereits ein herkömmliches Tuch, um die Toilette zu reinigen. Zudem fällt mit dem Rand das mühselige Schrubben weg, sodass Sie einiges an Zeit einsparen können.

Spülrandlose Toiletten helfen Ihnen auch die Kosten zu reduzieren! Dank einer cleveren Spültechnik benötigt ein Spülgang weniger Wasser, da der Spülverteiler es gleichmäßig in der Schüssel verteilt. Durch den schonenden Umgang mit den Ressourcen tun Sie auch der Umwelt etwas Gutes.

Wichtig: Aufgrund des fehlenden Spülrandes kann das Wasser bei großer Fließmenge über die Begrenzung schwappen. Achten Sie darauf, welches Fassungsvermögen die Toilette besitzt und stellen Sie anhand dieser Daten die Spülmenge ein!

Platzsparende Alternativen

Kleines Badezimmer? Auch für diese Gegebenheit finden Sie bei den Toiletten eine Alternative: das Raumspar-WC. Hierbei handelt es sich im Regelfall um ein Wand-WC, welches geringe Maße besitzt. Im Handel finden Sie allerdings auch stehende Exemplare. Beide Varianten sparen in der Ausladung ein, sodass die Toilette weniger in den Raum hineinragt. Dadurch erhalten Sie mehr Bewegungsfreiheit im Bad.

Übrigens, diese Variante ist bekannt unter dem Namen „Kompakt-WC“ oder „kurzes Wand-WC“. Einige Hersteller machen auf die geringen Maße aufmerksam, indem sie den Begriff „Compact“ verwenden.

Wichtig: Verringern sich die Maße in der Höhe und in der Breite, handelt es sich meistens um ein Exemplar für Kinder. Achten Sie beim Kauf genau auf die Angaben, um ein bequemes Sitzen zu ermöglichen.

Dusch-WCs: Hightech-Toiletten für pure Sauberkeit

Beim Washlet treffen hochmoderne Funktionen auf klares Wasser: Auf Knopfdruck fährt eine Waschdüse aus der Keramik und säubert Ihren Intimbereich sanft mit Wasser, je nach Modell sorgt ein Föhn für die schonende Trocknung. Da das Dusch-WC die Funktionen von Bidet und Toilette vereint, bleiben Sie nach dem Benutzen sitzen und lassen sich per Knopfdruck reinigen. Zudem ist das Wasser frei von Chemikalien und fühlt sich auf der Haut äußerst weich an, diese Pflege ist somit ideal bei empfindlicher Po-Haut sowie bei Darm-Erkrankungen. Zudem profitieren Sie von einer gründlichen Reinigung, bei der keine reizenden Rückstände in den zahlreichen Fältchen zurückbleiben.

Einziger Nachteil: Ein Wasch-WC erhalten Sie im Schnitt erst ab 1.100 Euro, solch ein Modell besitzt häufig nur eine Waschfunktion. Mehr Ausstattung erhalten Sie ab 2.000 Euro, hier gilt: Je mehr Extras Sie wünschen, desto tiefer sollten Sie in die Tasche greifen. Die Anschaffung sollte darum gut überlegt sein.

Tipp: Eine günstige Alternative bietet ein Dusch-WC-Aufsatz. Hierbei handelt es sich um einen WC-Sitz, welchen Sie im Regelfall auf jede gewöhnliche Toilette montieren können. Den Wasserzulauf legen Sie in Eigenregie über den Spülkasten, Sie benötigen einzig eine Steckdose in der Nähe.

Funktionen und Nutzen des Dusch-WCs auf einen Blick:

Funktion

Nutzen

Wasserstrahl

Schonende Reinigung ohne Chemikalien oder reizende Materialien, schützt vor juckender Haut und Entzündungen

Föhn

Sanftes Trocknen

Sitzheizung

Komfortables Sitzgefühl, auch bei kalten Temperaturen

Geruchsabsaugung

Zu jeder Zeit frische Luft im Badezimmer

Nahbereichserkennung

Öffnet den Toilettendeckel, spült selbstständig ab, erhellt den Raum durch kleine Lämpchen

LED-Lichter

Fungieren als Nachtlicht oder Wegweiser im Dunkeln, schöne Optik

Für hohe Barrierefreiheit

Menschen mit einem eingeschränkten Bewegungsapparat besitzen andere Anforderungen. Um ein möglichst selbstständiges Leben zu erhalten, bedarf es einer angepassten Toilette. So profitieren Personen mit Knie- oder Hüftproblemen sowie Senioren von einem Modell mit erhöhter Bauform. Solch ein WC unterscheidet sich durch eine Erhöhung von bis zu zehn Zentimetern. Dadurch erleichtert sich das Hinsetzen und Aufstehen, da Sie die Knie weniger beugen brauchen.

Bei der Bestimmung der passenden Größe, orientieren Sie sich an den Maßen der Hersteller sowie den Normen für Barrierefreiheit (DIN 18024 und DIN 18025).

  • Standardhöhe: 40 bis 42 cm
  • Für große Menschen: ab 43 cm
  • Bewegungseingeschränkte Personen: 48 cm

Diese Angaben beziehen sich bei der Standtoilette auf die gesamte Höhe des Modells, bei der hängenden Variante handelt es sich um die Einbauhöhe.

Mehr Barrierefreiheit erhalten Sie durch eine Öffnung im vorderen Bereich der Schüssel und des WC-Sitzes, diese hilft dabei den Toilettengang angenehmer zu gestalten. So unterstützt sie das Umsetzen von einem Rollstuhl auf die Keramik. Zudem verbessert dieser Freiraum die persönliche Hygiene – ein Pluspunkt, sowohl für das Pflegepersonal als auch für einen selbst, denn Sie können leicht durch die Aussparung greifen und den Intimbereich reinigen.

Sie möchten mehr über die Toilette erfahren? Dann sollten Sie einen Blick auf unseren Ratgeberbereich werfen. Dort finden Sie zum Beispiel Tipps zur Ermittlung der richtigen Größe für den Toilettensitz oder hilfreiche Informationen zum verstopften WC.

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