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Wasserdruck in Badezimmer und Küche

In jedem Hausanschluss ist ein optimaler Wasserdruck notwendig, dieser gewährleistet auch in höheren Stockwerken einen angemessenen Wasserfluss. Der Idealwert liegt zwischen 2 und 4 bar. Die Werte können jedoch je nach Größe des Gebäudes variieren. Bei größeren Wohnanlagen muss der Wasserdruck ausreichend hoch sein, damit dieser selbst in der obersten Etage noch mindestens 2 bar beträgt. Ist er hingegen zu hoch eingestellt, steigt der Wasserverbrauch. Mitunter entstehen dabei auch Schäden am Leitungssystem, daher sind die meisten Rohrleitungen bis zu einem Druck von 16 bar zugelassen. Der folgende Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie den Wasserdruck testen, welche Ursachen hohe oder niedrige Druckverhältnisse haben und wie Sie mögliche Probleme beheben.

Wasserdruck testen

Unmittelbar neben dem Hauswasseranschluss finden Sie den Druckregler. Lesen Sie den Wert ab, den dieser anzeigt. Bei einem Einfamilienhaus sollte dieser 2 bis 3 bar betragen.

Wer in einer Mietwohnung wohnt, hat nicht immer freien Zugang zu allen Räumlichkeiten des Gebäudes. Sie können den Wasserdruck in Ihrer Wohnung allerdings überprüfen, ohne komplizierte Messverfahren durchzuführen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein Wassereimer mit 10 Litern Fassungsvermögen und eine Stoppuhr. Eine App oder eine Armbanduhr mit Sekundenzeiger reicht ebenfalls. Befüllen Sie den Eimer mit Wasser, indem Sie die Armatur voll aufdrehen. Ist dieser innerhalb von 30 Sekunden vollständig gefüllt, liegt der Wasserdruck bei circa 4 bis 5 bar. Dauert der Prozess hingegen eine Minute, beträgt der Druck etwa 2 bar.

Was tun bei hohem Wasserdruck?

Wie bereits erwähnt, verursacht überhöhter Hauswasserdruck Kosten und Schäden. In diesem Fall ist der Druckregler zu hoch eingestellt und sie sollten den Wasserdruck am Regler reduzieren. Testen Sie anschließend, ob an allen Armaturen im Gebäude noch ein angemessener Wasserstrahl vorhanden ist. Haben Sie keinen Zugang zum Hauswasseranschluss, benachrichtigen Sie am besten Ihren Vermieter, denn als Mieter haben Sie einen Anspruch auf einen angemessenen Wasserfluss in Ihrer Wohnung.

Eine weitere Möglichkeit, um überhöhte Druckverhältnisse zu beheben, sind Druckminderungsventile. Diese bewirken, dass der Druck auf der Ausgangsseite einen bestimmten Wert nicht überschreitet, selbst wenn der Eingangsdruck variiert. Überlassen Sie die Installation aber einem Fachmann.

Niedriger Wasserdruck in der Dusche

Kommt wenig Wasser aus der Dusche, überprüfen Sie zunächst, ob Ihr Duschset durch Kalk verstopft ist. Wo genau das Problem besteht, ermitteln Sie über das Ausschlussverfahren. Schrauben Sie den Duschschlauch ab und nehmen Sie dafür eine Zange zur Hilfe.

Tipp: Unschöne Kratzer beim Schrauben vermeiden Sie, indem Sie ein Tuch um die Verschraubung wickeln.

Drehen Sie nun das Wasser an der Armatur auf. Kommt unverändert wenig Wasser aus dem Anschluss, liegt wahrscheinlich eine Verstopfung der Wasserrohre vor. Beauftragen Sie in diesem Fall einen Klempner und benachrichtigen Sie gegebenenfalls Ihren Vermieter oder Hausbesitzer.

Verstärkt sich hingegen der Wasserfluss durch das Abnehmen des Brauseschlauchs, ist eine Verkalkung von Schlauch oder Duschkopf die Ursache. Schließen Sie nun den Duschschlauch wieder an die Armatur. Nehmen Sie anschließend den Brausekopf ab und drehen Sie das Wasser auf. Fließt dieses nun mit mehr Druck, ist nicht der Duschschlauch verstopft, sondern der Brausekopf ist das Problem. Andernfalls kommen sowohl Schlauch als auch Brause als Ursache in Frage. In diesem Fall sollten Sie beide Elemente reinigen und entkalken. Zerlegen Sie die Duschbrause in ihre Einzelteile, um diese genau zu inspizieren. Lösen Sie dafür eine kleine Schraube am Duschkopf, diese finden Sie meist bei den Düsen. Nehmen Sie nun die Kunststoffabdeckung ab. Darunter ist ein Einzelteil, das Sie mit einem Hebel entfernen können. Zerlegen Sie die Brause vollständig und bewahren Sie alle Teile so auf, dass nichts verloren geht. Suchen Sie nach Kalkablagerungen in den Einzelteilen. Häufig treten diese bei den Düsen auf.

Die folgende Tabelle fasst das Vorgehen nach dem Ausschlussverfahren übersichtlich für Sie zusammen:

Problem Indikator Lösung
Verstopfung der Rohre Niedriger Wasserdruck, auch nachdem Sie Schlauch und Brause entfernen Rohre von Verstopfung befreien, Klempner hinzuziehen
Verstopfung des Duschschlauchs Niedriger Wasserdruck, wenn der Brauseschlauch angeschlossen ist, Höherer Wasserdruck, sobald Sie den Schlauch entfernen Entkalken des Schlauchs
Verstopfung der Brause Niedriger Wasserdruck, wenn Brauseschlauch und Brause angeschlossen sind. Höherer Wasserdruck, sobald Sie Brause und Schlauch entfernen. Brause in Einzelteile zerlegen, reinigen und entkalken

Anleitung: Verstopfungen durch Kalk entfernen

Um Schlauch und Brause zu entkalken, benötigen Sie eine Schüssel. Befüllen Sie diese mit Wasser und geben Sie ein Päckchen Backpulver dazu. Alternativ können Sie auch Natron verwenden. Nun fügen Sie der Mischung noch etwas Geschirrspülmittel bei. Legen Sie anschließend den Duschkopf und beziehungsweise oder den Brauseschlauch in die Lösung. Nach einigen Stunden Einwirkzeit spülen Sie die Teile wieder mit klarem Wasser ab.

Tipp: Hartnäckige Verkalkung der Düsen entfernen Sie am besten mit einer feinen Nadel. Seien Sie dabei vorsichtig, um die feinen Düsen nicht zu beschädigen.

Wie Sie Ihre Dusche adäquat reinigen und entkalken, erklärt Ihnen unser Ratgeber zur Pflege von Duschsets im Detail.

Niedriger Wasserdruck am Wasserhahn

Kalkablagerungen führen auch zu niedrigem Wasserdruck am Wasserhahn des Badezimmers oder an der Spüle in der Küche. Suchen Sie nach Verstopfungen, indem Sie den Wasserhahn demontieren. Lösen Sie zunächst den Strahlregler am Ende des Hahns mit einer Zange. Ist dieser mit Schmutz- oder Kalkablagerungen verstopft, haben Sie die Ursache des Problems gefunden.

Tipp: Kalkablagerungen im Wasserhahn entfernen Sie effektiv mit dem im vorherigen Kapitel beschriebenen Verfahren.

Andernfalls ist es möglich, dass eine Verstopfung oder möglicherweise auch eine undichte Stelle in den Rohren vorliegt. Beauftragen Sie in diesem Fall einen Klempner.

Niedriger Druck bei warmem Wasser

Ist der Druck des Wasserstrahls bei kaltem Wasser ausreichend, sinkt bei höherer Temperatureinstellung aber ab, liegt möglicherweise ein Defekt des Warmwasser-Systems vor. Die Ursache variiert je nach verwendeter Technologie. Bei der Herstellung von warmem Wasser kommen entweder lokale Heißwassergeräte wie zum Beispiel Boiler oder Durchlauferhitzer oder zentrale Heizsysteme zum Einsatz.

Lokales Heizwassersystem: Boiler

Ein Boiler ist ein fest installierter Wasserkocher. Er dient dazu, eine definierte Menge an Wasser zu erhitzen. Dabei arbeitet er drucklos und ist somit vom Wasserdruck der Kaltwasserleitung entkoppelt. Fällt der Wasserdruck bei Warmwasser ab, ist in den meisten Fällen eine fortgeschrittene Verkalkung des Geräts die Ursache. Möglicherweise liegen aber auch Brüche der Leitungen vor, die dazu führen, dass Wasser austritt und in das Innere des Gehäuses läuft. Das ist gefährlich, weil die Elektronik des Boilers nicht mit Wasser in Kontakt kommen darf. Klemmen Sie das Gerät vom Strom ab, bevor Sie dieses nach austretendem Wasser untersuchen.

Lokales Heizwassersystem: Durchlauferhitzer

Ein Durchlauferhitzer führt das Wasser aus der Kaltwasserleitung durch ein internes Rohrsystem und erhitzt es dabei. Dabei behält er den Kaltwasserdruck bei. Sinkt der Druck bei warmen Wassereinstellungen, liegt eine Verkalkung oder ein interner Schaden vor. Aber auch Probleme mit der Hauswasserleitung kommen als Ursache in Betracht. Gehen Sie daher wie folgt vor:

  • Schritt 1: Klemmen Sie das Gerät vom Strom ab. Schalten Sie gegebenenfalls die Sicherung aus.
  • Schritt 2: Drehen Sie das Kaltwasser auf. Prüfen Sie den Druck.
  • Schritt 3: Öffnen Sie das Gehäuse des Durchlauferhitzers. Untersuchen Sie dieses auf Wasserverlust.
  • Schritt 4: Suchen Sie nach Verkalkungen oder Beschädigungen des Geräts.

Ist das Heizsystem defekt und die Ursache für den niedrigen Wasserdruck, tauschen Sie dieses aus oder geben Sie es in die Reparatur. Führen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit keine selbstständigen Reparaturmaßnahmen bei elektronischen Geräten durch.

Zentrales Heizsystem

Zentrale Heizsysteme erwärmen das Wasser an einem zentralen Punkt. Über separate Warmwasserleitungen führen sie dieses zum Entnahmepunkt wie zum Beispiel zum Waschbecken oder zur Dusche. Fließt dort unzureichend Wasser, ist möglicherweise die Leitung verstopft. Oftmals sind Fremdkörper wie Sand oder Kies die Ursache. Sie sammeln sich am Wasserfilter, der zwischen zwei Absperrhähnen in der Nähe der Einspeisestelle des Wasserwerks installiert ist. Tauschen Sie diesen gegebenenfalls aus oder beauftragen Sie dazu einen Klempner. Auch Rost und Kalk können das System verstopfen. Diese entstehen jedoch voranging bei verzinkten Stahlrohrleitungen aus den 1980er Jahren. Moderne Leitungen sind aus Messing oder Kunststoff und weisen eine hohe Resistenz gegenüber der Entstehung von Kalk und Rost auf.

Allerdings können auch undichte Stellen am Rohrsystem auftreten. Tritt Wasser aus, macht sich dies durch Wasserpfützen oder nasse Wände bemerkbar. Überlassen Sie den Austausch von Druckwasserleitungen in jedem Fall einem Fachmann.

Die Warmwasseraufbereitung ist ein komplexes System mit vielen Einzelteilen. Jede einzelne Komponente kann beschädigt oder verkalkt sein. Tauschen Sie gegebenenfalls defekte oder verstopfte Ventile aus.

Übersicht: Unterschiedliche Heizsysteme

Die folgende Tabelle listet mögliche Auslöser für niedrigen Wasserdruck bei den jeweiligen Systemen auf.

Verwendetes System Ursachen für niedrigen Wasserdruck Maßnahmen zur Lösung des Problems
Boiler Fortgeschrittene Verkalkung oder Brüche der Leitungen Boiler reinigen und entkalken, Gerät vom Stromnetz abklemmen, nach undichten Stellen suchen
Durchlauferhitzer Fortgeschrittene Verkalkung, Schaden am Gerät oder Schaden der Hauswasserleitung Gerät reinigen und entkalken, Gerät vom Strom abklemmen, Kaltwasser aufdrehen, Durchlauferhitzer nach Wasserverlust untersuchen, umgehend Klempner beauftragen
Zentrales Heizsystem Verstopfung des Systems, beschädigte Leitungen oder beschädigte Warmwasseraufbereitung Wasserfilter wechseln, umgehend Klempner beauftragen, Ventile, Regler oder Dichtungen austauschen

Fazit: Gehen Sie systematisch vor

Ist der Wasserfluss unzureichend oder überhöht, suchen Sie zunächst nach der Ursache. Die erste Anlaufstelle ist in diesem Fall der Druckregler am Hauswasseranschluss. Lesen Sie den Wert ab und variieren Sie gegebenenfalls die Einstellung, damit dieser im Normbereich zwischen 2 und 4 bar liegt. Erzielen Sie mit dieser Maßnahme keine Verbesserung, liegt das Problem woanders. Untersuchen Sie, an welcher Stelle der Wasserdruck abweicht. Ist ausschließlich die Dusche betroffen, das Waschbecken aber nicht? Demontieren Sie schrittweise das System und entfernen Sie Verkalkungen. Tauschen Sie gegebenenfalls defekte Einzelteile aus. Sind alle Leitungen betroffen? Möglicherweise gibt es undichte Stellen im Rohrsystem. Informieren Sie umgehend einen Klempner. Bleibt der Druck bei kaltem Wasser konstant, sinkt bei Warmwasser allerdings ab? Dann untersuchen Sie das Heizsystem nach möglichen Schäden oder Verschmutzungen. Wohnen Sie zur Miete, benachrichtigen Sie immer Ihren Vermieter, denn Sie haben ein Recht auf ausreichenden Wasserfluss in Ihrer Wohnung. Der Vermieter oder Gebäudeinhaber ist dazu verpflichtet, diesen zu gewährleisten.Bei weiteren Fragen oder Ideen und Anregungen erreichen Sie unser Team unter der E-Mail-Adresse info@calmwaters.de.

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