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Aus der Schweiz in die Welt

Die Geschichte des Dusch-WCs

Das Dusch-WC, eine platzsparende Symbiose aus Bidet und Toilette. Anstatt nach dem Toilettengang auf das Bidet zu wechseln, bleiben Sie sitzen und lassen sich per Knopfdruck sanft mit Wasser reinigen. Beliebt sind die Dusch-WCs vor allem im asiatischen Raum, dort sind die modernen Toiletten unter dem Namen Washlet in fast jedem Badezimmer anzutreffen. Selbst an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Krankenhäusern gehören die modernen Toiletten zum Standard. In Westeuropa dagegen sind die Wasch-WCs im privaten Haushalten spärlich gesät, dafür haben Sie in Luxushotels und Reha-Kliniken eine größere Chance auf diese Modelle zu treffen. Seltsam, dass die hygienische Toilette in westlichen Ländern kaum Anklang findet, schließlich beginnt die Geschichte der modernen Toilette doch in der Schweiz.

Das Dusch-WC aus der Schweiz

Closomat – eine Schweizer Erfindung

Ja, Sie haben richtig gelesen. Ursprünglich stammt die Idee von einem Schweizer. Hans Maurer war es, welcher der gesellschaftlichen Etikette trotzte und sich offen mit dem Thema Toilettengang auseinander setzte. Ein WC, das automatisch den Analbereich mit Wasser spült und danach wieder trocken föhnt – das war seine Vision. Der damals 38-jährige Familienvater war so gefesselt von seiner detaillierten Eingebung, dass er direkt seinen Job kündigte. Fortan widmete er sich der Entwicklung seiner Vision. Zwei Jahre lang saß er täglich im eigenen Keller und tüftelte an seiner Erfindung. Mit Kupferrohren und Föhnen testete er die Möglichkeiten für höchste Hygiene aus, bis er dann 1957 das Ziel erreichte. Hans Maurer schrieb ein Stück Geschichte: Er hatte das automatische Closet erfunden, kurz Closomat genannt.

Toiletten-Technik mit Patent

Direkt nach der Fertigung des ersten Closomats meldete Hans Maurer seine Erfindung zum Patent an. Er konnte das Urmodell auch direkt an Kliniken verkaufen, obwohl die Technik nicht ganz ausgereift war. Nachdem die ersten 300 Exemplare an den Mann gebracht waren, präsentiert der Schweizer den Nachfolger „Modell 61“. Die Serienproduktion verkaufte sich innerhalb von fünfzehn Jahren ganze 10.000 Mal. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum gab Maurer das Steuer aus der Hand und übergab seinem Sohn Peter die florierende Firma. Im Jahr 2000 bestätigte der Umsatz von 21 Millionen Schweizer Franken bestätigte den Erfolgskurs, umgerechnet waren das ungefähr 19 Millionen Euro.

Dusch-WC-Kopie in Japan

Noch erfolgreicher war das Dusch-WC in Japan, dort waren die Kunden besonders angetan vom Zusammenspiel von Komfort und Technik. Die Neugierde war groß und bald studierten die Asiaten das Prinzip ausgiebig. 1980 war es dann soweit, das erste Dusch-WC auf asiatischen Boden verließ die Fabrik. Zuerst produzierten die Asiaten fleißig Closomat-Kopien, doch schon nach kurzer Zeit entwickelten Sie die verbaute Technik weiter. Hier und da fügte das technikaffine Volk weitere Funktionen hinzu, um das Dusch-WC an die eigenen Komfort-Vorstellungen anzupassen und selbst ein Stück zur Geschichte hinzuzufügen. In Asien ist das Washlet inzwischen so beliebt, dass es dort seit über dreißig Jahren als Wahrzeichen der japanischen Firma TOTO fungiert.

Dusch-WC-Modelle in 2005

  • Closomat „Modell 61“
  • Closomat „Lima“
  • Closomat „Palma“
  • Closomat „Aquaris“
  • Geberit „Geberit-O-Mat“
  • Geberit „Geberalle“
  • Toto „Washlet“

Geberit setzte Closomat unter Druck

Auch der europäische Markt bewegte sich und der erste heimische Konkurrent für den Closomat stand in den Startlöchern. Der Schweizer Sanitärproduzent Geberit erkannte das Potential des Dusch-WCs und arbeitete selbst an Ideen für Umsetzung. Passend zum Ablauf des Closomat-Patents präsentierte Geberit dann die eigenen Varianten: das komplette Dusch-WC „Geberit-O-Mat“ und „Geberalle“, dem ersten Dusch-WC-Aufsatz. Durch die Markteinführung der Konkurrenz-Modelle und dem Druck der Investoren sah sich Closomat gezwungen, das noch unfertige Dusch-WC „Aquaris“ verfrüht auf den Markt zu bringen. Es brach Closomat fast das Genick. Von den 2500 verkauften Toiletten waren 1400 Geräte defekt, die damit verbundenen Garantieansprüche bereiteten dem Familienunternehmen Closomat finanzielle Schwierigkeiten.

Closemo AG übernimmt Closomat

Das deklarierte Hightech-Wand-Dusch-WC mit Fernbedienung erwies sich als so störungsanfällig, dass es in der Praxis kaum funktionstüchtig war. Im August 2007 sah sich Peter Maurer gezwungen, Konkurs anzumelden. Zudem entließ er dreißig Angestellte, da ein Sanierungsplan und die damit verbundenen Gelder fehlten. Aber der Closomat starb nicht, denn der Schweizer gründete zusammen mit einem britischen Lizenznehmer die Closemo AG. Aktuell halten elf Service-Technikern alte Closomat-Modelle instand, zudem fanden Varianten wie „Lima“ und „Palma“ ihren Weg zurück ins Produktangebot. Nur das verhängnisvolle Exemplar „Aquaris“ verschwand aus dem Portfolio, Garantieansprüche verfielen und Wartungsarbeiten für dieses Modell blieben aus.

Geberit bleibt Vorreiter

Der Closomat war gerettet, doch an die alten Erfolge kann das Unternehmen derzeit nicht anknüpfen. Geberit dagegen verschafft sich auf dem europäischen Markt die Vorreiter-Rolle. Fleißig entwickelt das Unternehmen neue Wasch-Toiletten, bei denen Technik, Nachhaltigkeit und Design eine wichtige Rolle spielen. Zudem hat es sich Geberit zum Ziel gemacht, das Dusch-WC in den Badezimmern der Europäer zu verbreiten. Mit ausgeklügelten Kampagnen und auffallenden PR-Aktionen ebenen die Schweizer erfolgreich den Weg für das Washlet. Die ursprünglichen Modelle hat Geberit inzwischen durch moderne Varianten ausgetauscht. Neben vier kompletten Washlets, vertreibt Geberit auch noch drei Dusch-WC-Aufsätze. Sowohl Aufsätze als Komplett-Wasch-WCs bieten aktuelle Technik und hohen Komfort.

Japanische Toilette

Aktuelle Technik eines Dusch-WCs

  • Anal-Dusche
  • Ladydusche
  • Beheiztes Duschwasser
  • Selbstreinigende Duschdüsen
  • Warmluftföhn
  • Geruchsabsaugung
  • Sitzheizung
  • Absenkautomatik
  • Stromsparmodus

Spezialisierung auf Barrierefreiheit

Auch die Geschichte der Closmeo AG entwickelte sich weiter. Dank des Zusammenschlusses verfügt das Unternehmen aktuell über eine 40-jährige Erfahrung aus dem Pflegebereich. Dieses Wissen fließt in die Entwicklung neuer Closomat-Modelle ein, sodass der Closomat inzwischen auf spezielle Bedürfnisse abgestimmt ist. Mit einem breiten Zubehörprogramm und einer hohen Benutzerfreundlichkeit ermöglicht das Wasch-WC dem Benutzer ein barrierefreies Sitzen, wodurch auch Menschen mit Einschränkungen diesen Luxus der Selbstständigkeit genießen. Diese Spezialisierung brachte dem Unternehmen die Auszeichnung „EURECERT Gütezeichen barrierefrei“. Diese Anerkennung belegt, dass der Closomat für wirklich jeden Benutzer geeignet ist. Es profitieren nicht nur Behinderte von dem Produkt, sondern auch Senioren und Kinder. Eine Bestätigung, dass diese Toilette gesamtgesellschaftliche Relevanz besitzt.

Weitere Keramik-Hersteller strömen auf den Markt

Der Wunsch nach Hygiene ist groß, die Relevanz für das Dusch-WC wächst. Ein Potential, das inzwischen auch die übrigen Keramikhersteller erkannt haben. Die Nische entwickelt sich zu einem begehrten Markt, auf den die bekannten Sanitärproduzenten Grohe, Villeroy & Boch und Duravit stoßen. Zusammen mit bekannten Designern, japanischen Firmen oder in Eigenregie entwickeln die Unternehmen neue Washlets. Bei den genannten Herstellern finden Sie komplette Dusch-WCs und Dusch-Toilettendeckel. Neben den bekannten Marken, vertreiben auch unbekannte Produzenten auf den Markt ihre Modelle. Meist sind die kleinen Hersteller entweder komplett auf die Produktion des Aufsatzes oder des gesamten Washlets spezialisiert.

Aktuelle Dusch-WC-Hersteller auf dem Markt

  • Geberit
  • Closomat
  • Grohe
  • Villeroy & Boch
  • Duravit
  • Wacor
  • TOTO
  • Aspen-Bidets Europe
  • TECE
  • MZ-Podex e.K.
  • Spannring GmbH
  • Spatoilet
  • Temtasi

Ausgefallene Modelle im asiatischen Raum

Vor allem im asiatischen Raum entwickeln sich die Washlets rasend schnell. Der Wunsch nach Hygiene und Luxus wächst stetig, sodass die Firmen ständig neue Wasch-Toiletten entwickeln. Der technische Aspekt spielt dabei die entscheidende Rolle, sodass aktuelle Varianten über zusätzliche Technik verfügen. Denn während der Europäer bereits mit dem beheizbaren Duschwasser oder der Toilettenbrille mit integrierter Sitzheizung zufrieden ist, benötigt der Asiate weitere Funktionen wie Radios oder MP3-Player. Auch gesundheitliche Aspekte rücken immer mehr in den Mittelpunkt: Eine Toilette die den Blutzuckerspiegel im Urin misst, ist dort keine Seltenheit. Mit diesen ausgefallenen Modellen treiben die technikversierten Asiaten die Dusch-WC-Funktionen weiter voran.

Beliebt in Asien

Wie schon erwähnt, erfreut sich das Dusch-WC gerade in Asien einer großen Beliebtheit. Momentan besitzen 80 % der Japaner ein Washlet, in Korea sind es 30 %. Vergleicht man das mit dem 1 % der deutschen Dusch-WC-Besitzer, so liegen Welten zwischen den Zahlen. Es scheint, als wäre Deutschland das Entwicklungsland des Wasch-WCs. Aber da ist Deutschland kein Einzelphänomen. Auch in Frankreich, England und Österreich ist das Dusch-WC eine Seltenheit im Badezimmer. Allein die Schweiz kann mit 10 % ein höheres Aufkommen der modernen Toilette aufweisen. Doch Firmen wie Geberit sind überzeugt von dem Wandel, der sich in den europäischen Badezimmern vollzieht. Umsatzzahlen bezeugen, dass anhaltendes Interesse besteht und gar steigt. Früher fuhren wir mit Kutschen durch die Straßen, heute bevorzugen wir spritsparende Autos. Heute benutzen wir noch raues Toilettenpapier, morgen reinigt uns ein sanfter Wasserstrahl.

Waren Sie Teil der Geschichte des Dusch-WCs? Gerne lesen wir Ihren Bericht. Vielleicht besitzen Sie ja noch Fotos der ersten Modelle – dann senden Sie uns diese ruhig zu. Wir sind gespannt.

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