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DIY Duschvorhang selbsgenäht

Do it yourself – Duschvorhang selber nähen

Duschvorhänge gibt es in allen Farben und Mustern. Vom gestreiften Look über den Tierprint bis hin zu Blumen oder Natur-Aufdrucken erweist sich die Auswahl als riesengroß. Wer es lieber schlicht mag, wählt ein einfarbiges Exemplar, für die Humorvollen unter uns bietet der Markt witzige oder schräge Designs. Doch wer hegt nicht insgeheim den Wunsch nach einer wunderbar individuellen Spritzschutz-Variante, die noch in keinem Badezimmer zu finden ist? Oder benötigen Sie eine Sonderanfertigung für die Badewanne unter der Schräge? Am besten kostengünstig und mit wenigen Handgriffen? Spaß sollte die Selbstgestaltung natürlich auch machen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie die Eigengestaltung gelingt!

Benötige Materialien

  • Stoff für den Vorhang
  • Farblich abgestimmtes Nähgarn
  • Metallösen und -scheiben
  • Optional: Bleiband

Wichtige Utensilien

  • Nähmaschine oder Nähnadel
  • Schere
  • Maßband oder Zollstock
  • Stift
  • Hammer
  • Taschenrechner

Welcher Stoff eignet sich?

Bei der Wahl des Stoffes für Ihre neue Duschkabine ist es wichtig, dass es sich um ein voll synthetisches Garn handelt. Es sollte wasserabweisend sein, um lange als zuverlässiger Spritzschutz dienen zu können. Daneben ist es wichtig, die Duschabtrennung zur Entfernung von Schmutz oder Stockflecken waschen zu können. Auch das Gewicht spielt eine große Rolle: Während ein dünnes Material wunderbar leicht fällt, klebt ein Schweres nicht am Körper. Das Phänomen dieses störenden Hautkontaktes mit dem Stoff beschreibt der sogenannte Bernoulli-Effekt, durch den sich der Vorhang bei laufendem, warmem Wasser nach innen wölbt. Die ideale Kombination der beiden Vorteile stellt ein leichter Stoff mit Beschwerung im Saum dar.

Folgende Materialien eignen sich:

  • Polyester
  • Perlon
  • Nylon
  • Segeltuch
  • Baumwolle (imprägniert oder mit Schutz)
  • Leinen (mit Schutz)

Sollten Sie unsicher bei der Stoffauswahl sein, finden Sie im Fachgeschäft Unterstützung und kompetente Beratung zu den verschiedenen Materialien.

Wichtig: Sie möchten Baumwolle verwenden? Dann imprägnieren Sie den Stoff vorab wasserabweisend und wiederholen Sie den Vorgang regelmäßig, da sich das Garn sonst durch die Wasserflecken grün verfärbt. Alternativ bringen Sie zusätzlich einen Untervorhang aus wasserdichtem Material an – dasselbe gilt bei Leinen.

Schritt 1: Stoffmenge bestimmen

Bevor es an den Stoffkauf geht, vermessen Sie Ihre Dusche, um die richtige Größe für die neue Duschabtrennung zu bestimmen. Die Länge bestimmen Sie von der Mitte des Halteseils oder der Duschstange bis zum gewünschten Endpunkt in der Brausewanne. Rechnen Sie zusätzlich zehn Zentimeter für den Saum, einen Zentimeter Nahtzugabe plus acht Zentimeter Saumzugabe. Die Breite messen Sie innerhalb der beiden Endpunkte, an denen der Vorhang auf die Duschwand trifft. Für die abschließenden Außenseiten addieren Sie jeweils zwei Zentimeter für eine akkurate Seitennaht. Mithilfe der Vorgaben entsteht ein formschönes Exemplar, das im ausgebreiteten Zustand als zuverlässiger Spritzschutz dient, ohne zu Spannen oder eine Spalte offen zu lassen.

Nähvorgaben für die Stoffmenge

Länge

Mitte Stange/Seil bis Duschwanne

+ 10 cm Saum

+ 1 cm Nahtzugabe

+ 8 cm Saumzugabe an der Oberkante

Breite

Verlauf zwischen Duschwänden

+ 2 cm Saumzugabe je Seite


Nun überlegen Sie, ob die Duschkabine aus einem Stück Stoff bestehen soll oder aus mehreren Elementen. In diesem Fall benötigen auch die einzelnen Stücke zusätzliche Zentimeter, um sie ordentlich vernähen zu können. Für alle Verbindungsseiten addieren Sie einen Zentimeter Nahtzugabe. Die äußeren Stoffstücke benötigen in der Breite eine Saumzugabe von zwei Zentimetern, in der Länge kommen wie gehabt oben acht sowie unten elf Zentimeter hinzu. An einem Beispiel für die Abmessungen 180 x 200 Zentimeter stellen wir die Berechnung detailliert dar. Dabei handelt sich um einen zweifarbig gestreiften Duschvorhang, die Stoffstücke liegen farbig abwechselnd in Längsstreifen nebeneinander.

Stoff 1

Stoff 2

Breite Streifen

3 Streifen à 28 cm

+ 2 cm Nahtzugabe

Außenstück: 28 cm

+ 1 cm Nahtzugabe innen

+ 2 cm Saumzugabe außen

3 Streifen à 28 cm

+ 2 cm Nahtzugabe

Außenstück: 28 cm

+ 1 cm Nahtzugabe innen

+ 2 cm Saumzugabe außen

Länge Streifen

200 cm

+ 10 cm Saum

+ 1 cm Nahtzugabe

+ 8 cm Saumzugabe Oberkante

200 cm

+ 10 cm Saum

+ 1 cm Nahtzugabe

+ 8 cm Saumzugabe Oberkante

Gesamtmenge

Länge: 219 cm

Breite: 91 cm

Länge: 219 cm

Breite: 91 cm


Von einem etwa 1,50 Meter breit liegenden Stoff, benötigen Sie bei diesem Beispiel rund 2,50 in der Länge. Nach dem Berechnen der Stoffmenge für Ihre individuelle Planung, können Sie sich auf den Weg in den Stoffladen machen.

Tipp: Runden Sie bei der Stoffmenge ein wenig nach oben. So brauchen Sie sich keine Sorgen bei leichtem Verschnitt machen.

Schritt 2: Zubehör besorgen

Für den Halt des Vorhangs auf der Stange benötigen Sie Metallösen mit Scheiben. Die Scheiben sollten circa zehn Millimeter groß sein, die Farbe bestimmen Sie nach Ihrem Geschmack. Dazu kommen die Ösen, deren Breite in Bezug auf die Seil- oder Stangendicke variiert. Die Menge orientiert sich an den Maßen der Duschkabine, als Richtwert gelten zwölf Ösen auf 1,50 Meter.

Schritt 3: Stoffstücke zuschneiden und vernähen

Entscheiden Sie sich für eine Kombination aus mehreren Stoffen, schneiden Sie die Stücke mit der Schere auf die gewünschten Maße zu. Halten Sie sich bei der Größe der Stoffstücke an die genannten Naht- und Saumzugaben, um die Seitennähte ordentlich abschließen zu können. Dabei helfen Ihnen vorgezeichnete Linien durch Stift und Maßband. Anschließend legen Sie die Elemente im gewünschten Muster zusammen und vernähen alle inneren Seiten miteinander. Für die Näharbeiten eignet sich sowohl eine Nähmaschine als auch eine Nähnadel für die manuelle Verarbeitung.

Schritt 4: Seitenkanten säumen

Legen Sie die Seitenkanten ein- bis zweimal nach innen um, sodass die äußere Kante nicht mehr zu sehen ist. Vernähen Sie das eingeklappte Stück für einen sauberen Abschluss.

Schritt 5: Ober- und Unterkante säumen (ohne Verstärkung)

Legen Sie die Oberkante zweimal um je vier und die Unterkante zweimal um je fünf Zentimeter um. Dadurch bildet sich eine Art Lasche, die die äußeren Schnittkanten des Stoffes versteckt. Diese Lasche vernähen Sie komplett, so entsteht ein hübscher Saum, der die Optik des Vorhangs harmonisch abrundet.

Schritt 6: Verstärkung des Saums an der Unterkante (optional)

Damit der Stoff nicht während oder nach dem Duschen am Leib klebt, eignet sich eine Verstärkung des unteren Saums durch ein Bleiband. Dieses lässt sich wie eine Paspel nach innen fallend einnähen. Legen Sie dazu die Unterkante zweimal um, sodass die äußere Kante in der Lasche versteckt ist. Dadurch entsteht ein Zwischenraum, in den Sie das Bleiband einlegen. Befestigen Sie das eine Ende im Inneren der Lasche, danach vernähen Sie Stück für Stück den kompletten Saum. Abschließend schneiden Sie das andere Ende des Bleibands auf die exakte Länge des Saums zu, verstecken es ebenfalls in der Lasche und verschließen diese komplett.

Tipp: Prüfen Sie während des Vernähens regelmäßig die Breite des umgelegten Stoffs, damit der finale Saum gerade verläuft.

Schritt 7: Metallösen anbringen

Zeichnen Sie mit dem Stift an der Oberkante der bereits vernähten Kabine ein, wo Sie die Ösen platzieren möchten. Halten Sie den Abstand möglichst gleichmäßig, um eine hochwertige Optik zu erhalten. Dem Zubehör beiliegend finden Sie eine Halterung sowie eine Stanzhilfe, mit der Sie vorab die Löcher an die markierten Punkte setzen. Richten Sie die Öse auf die Halterung und schieben Sie diese von unten in das Loch. Die Metallscheibe legen Sie von oben auf die Öffnung, dabei sollte die gebogene Seite zum Stoff und die glatte Seite nach oben zeigen. Nun schließen Sie die Konstruktion mit der Halterung, greifen zum Hammer und verbinden Öse und Scheibe durch zwei bis drei vorsichtige Schläge. Beachten Sie zudem die produktbezogenen Anwendungshinweise auf der Verpackung.

Tipp: Zum Stanzen der Öffnungen sowie zum Einsetzen der Ösen eignet sich alternativ ebenfalls eine Lochzange.

Was kostet das selbstgenähte Schmuckstück?

Auf Basis der oben gezeigten Stoffmenge eines zweifarbig gestreiften Vorhangs mit den Maßen 180 x 200 Zentimeter, berechnen wir Ihnen den Preis für die selbstgestaltete Duschabtrennung:

Material

Preis circa*

Stoff

25 Euro

Garn

3 Euro

Metallösen- und scheiben

6 Euro

Bleiband

4 Euro

Gesamtpreis

38 Euro

*Die Preise können sich anhand von Qualität, Angebot und Anbieter unterscheiden.

Im Vergleich zu einer gekauften Duschkabine aus Stoff liegen Sie hier mit 38 Euro preislich im unteren Mittelfeld. Die Kosten variieren je nach Hersteller von circa 15 Euro bis hin zu 200 Euro, im Durchschnitt zahlen Sie für ein Modell im Handel rund 25 Euro. Für den leicht höheren Preis erhalten Sie jedoch ein individuelles Produkt, das ganz Ihren Wünschen entspricht und sich harmonisch in die Badgestaltung fügt.

Alternative: Gekauften Duschvorhang verschönern

Falls Sie den Vorhang nicht komplett neu nähen möchten, können Sie eine gekaufte Variante mit wenigen Handgriffen verschönern und aufpeppen. Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, um aus einem schlichten Modell ein farbenfrohes Einzelstück zu kreieren. Inspiration erhalten Sie mit diesen Ideen:

  • Kunststofftüten an den Vorhang kleben, um Stauraum zu schaffen.
  • Vor die dezente Kabine von außen ein weiteres Exemplar aus Ketten oder Seilen hängen.
  • Die Abtrennung mit bunten Mustern, Formen oder Sprüchen besticken.
  • Applikationen mit Motiven wie Fischen, Blumen oder Muscheln auf eine schlichte Kabine nähen.
  • Den Duschvorhang mit Lieblingsfotos bedrucken lassen.

Ran an den Stoff!

Wir haben Ihnen einen ausführlichen Einblick in das DIY-Projekt zur Duschabtrennung gegeben, jetzt sind Sie an der Reihe! Seien Sie kreativ und basteln Sie Ihren persönlichen Vorhang in Ihren Lieblingsfarben. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und freuen uns über Fotos oder Videos des entstandenen Schmuckstücks unter dem #calmwaters auf unseren Social Media Kanälen, zum Beispiel Facebook oder Twitter.

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